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Home-Office: 5 Tipps für das Arbeiten zu Hause

Home-Office Tipps Ergonomischer Bürostuhl

Home-Office Tipps Ergonomischer Bürostuhl

Freude im Home-Office

Es gibt viele Gründe, warum Arbeitsstunden in den eigenen vier Wänden anfallen können: Nicht nur Lehrer und Erzieher führen ihre Unterrichtsvorbereitungen am eigenen Schreibtisch durch, auch Selbstständige und Freiberufler haben viele Aufgaben, die sie von zu Hause aus erledigen können – oder müssen. Auch immer mehr Firmen bieten ihren Mitarbeitern an, Büroarbeiten von zu Hause aus zu erledigen.

Das hat viele Vorteile: Stressige Anfahrtswege entfallen und der Arbeitsplatz kann so eingerichtet werden, wie man es gern hat. Und die Ruhe ist nicht zu unterschätzen, denn auch, wenn ein Plausch mit den Kollegen manchmal ganz angenehm ist, unterbricht er doch den Arbeitslauf. Wieviel angenehmer und effektiver ist es ab und an, ohne Unterbrechung eins nach dem anderen abarbeiten zu können!

Damit aber die Freude am Home-Office auch lang anhält, sollten einige Dinge beachtet werden, etwa die Auswahl der Technik und die gesunde Einrichtung des Arbeitsplatzes.
Der folgende Artikel gibt ein paar Tipps für ein gutes Arbeiten von zu Hause aus.

1. Die Einrichtung des Arbeitsplatzes

Auch wenn das Home-Office immer einen Hauch von Entspannung gegenüber der Arbeit im Büro hat, ist und bleibt es doch Arbeit, die am Schreibtisch verrichtet werden muss. Das lange Sitzen ist per se schon nicht sehr gesund, und wer dann noch eine schlechte Haltung einnimmt, hat schnell gesundheitliche Probleme wie Rücken- oder Nackenschmerzen.

Wie in den meisten modernen Büros sollte auch der Arbeitsplatz zu Hause ergonomisch eingerichtet sein.

Das bedeutet im ersten Schritt: Der Schreibtisch und der Stuhl müssen die passende Höhe und Größe haben, um beim Arbeiten eine gesunde Position einnehmen zu können. Eine gesunde Haltung bedeutet, dass der Arbeitende mit beiden Füßen festen Bodenkontakt hat und die Arme und Beine jeweils einen rechten Winkel bilden. Um das zu erreichen, ist besonders ein professioneller Bürostuhl eine gute Anschaffung: Gute Bürostühle sind in der Höhe und in der Rückenlehne verstellbar, so dass der Sitz der individuellen Körpergröße optimal angepasst werden kann.

So wird der Rücken entlastet und Fehlhaltungen vorgebeugt, die zu schmerzhaften Muskelverspannungen führen können.

Im zweiten Schritt sollten die technischen Geräte so auf- und eingestellt werden, dass Kopf- und Körperhaltungen nicht zu Verkrampfungen oder Überdehnungen führen und auch die Augen nicht übermäßig belastet werden. Der Bildschirm des Computers oder Laptops sollte so hoch stehen, dass Rücken und Nacken beim Schreiben gerade bleiben. Auch sollte der PC frontal ausgerichtet sein, da eine seitliche Sitzposition ebenfalls schnell zu unangenehmen Verspannungen führen kann. Je nach Augenstärke sollte die Schrift so groß sein, dass sie mühelos lesbar ist und die Augen nicht überanstrengt werden.

2. Die technische Ausstattung: Laptop oder Computer?

Um im Home-Office gut arbeiten zu können, sollte an der Technik nicht gespart werden, denn nichts ist frustrierender als ein Computer oder Laptop, mit dem man permanent an technische Grenzen stößt.
Bei der Frage, welches der beiden Geräte günstiger sei, muss berücksichtigt werden, welche Anforderungen die jeweilige Arbeit an den PC stellt: Wird nur geschrieben? Oder wird eine Videokamera benötigt? Wieviel Speicherplatz wird verbraucht? Sollen weitere Geräte angeschlossen werden?

Ein einfach ausgestatteter Desktop-Computer ist zunächst günstiger als ein Laptop. Überdies können alle weiteren Assessoires nach eigenem Ermessen und Geschmack ausgesucht werden, begonnen bei der Tastatur und der Maus bis hin zu externen Speicherplatten oder einer hochqualitativen Grafikkarte. Ein Laptop dagegen wird als Gesamtpaket geliefert. Ein nachträgliches Ein- und Umbauen ist für einen Laien am Laptop äußerst schwierig. Dagegen hat der Laptop den Vorteil, dass er überall hin mitgenommen werden kann, ob ins Schlafzimmer, auf den Balkon oder in die Bibliothek. Die Auswahl eines geeigneten Geräts hängt also davon ab, was und wo gearbeitet werden soll.
Wer Arbeitnehmer ist, bekommt seinen Laptop oder Computer oft vom Arbeitgeber gestellt oder bezahlt, da es natürlich im Interesse des Arbeitgebers ist, einer qualitativen Arbeit nicht durch schlechte Technik im Wege zu stehen.

Freiberufler und Selbstständige können die Anschaffung aller Arbeitsgeräte in der Steuererklärung geltend machen.

3. Luft und Sonne: Das Raumklima

Nachdem der Arbeitsplatz gut eingerichtet und alle technischen Geräte funktionstüchtig aufgebaut sind, gibt es im Home-Office noch einige weiteren Faktoren zu berücksichtigen.

Der Arbeitsraum sollte regelmäßig gelüftet werden, da beim Arbeiten Sauerstoff verbraucht wird und zu wenig Sauerstoff die Konzentration leiden lässt. Ein ständig angeklapptes Fenster ist nicht empfehlenswert, da sonst der Raum zu sehr auskühlt. Vielmehr sollten drei bis fünf Mal am Tag Stoßlüftungen mit weit geöffneten Fenstern über 10 Minuten durchgeführt werden. Darüber hinaus produzieren Pflanzen Sauerstoff und sollten daher nicht fehlen.
Auch eine richtige Raumtemperatur ist wichtig: Zu kühle Räume führen zu Erkältungen, zu warme Räume machen müde. Je nach Möglichkeiten und Jahreszeit sollte die Temperatur im Büro um die 20 Grad Celsius betragen.

Und schließlich spielt auch das Licht eine wichtige Rolle: Zu dunkle Räume schlagen nicht nur auf die Stimmung, sondern strengen auch die Augen an. Der Raum sollte daher über genügend Fenster verfügen, um Tageslicht und Sonne hereinzulassen.

4. Das Arbeitsumfeld

Auch das Umfeld beeinflusst die Qualität der Arbeit. Daher ist es für das Home-Office notwendig, dass der Arbeitsplatz ruhig gelegen ist. Kinderbetreuung oder das Kümmern um ein Haustier sind während des Home-Office nicht gut umsetzbar und sollten während der Arbeitszeit von anderen Personen übernommen werden. Ebenso sollten Fernseher und Radio ausgeschaltet sein. Bei leichten Schreibtätigkeiten bietet sich leise klassische Musik oder Entspannungsmusik im Hintergrund an.

Ebenso für Ablenkung sorgen reizüberflutete Räume mit knallbunten Bildern und vollgestopften Regalen. Aber andererseits machen kahle Wände auf Dauer auch unzufrieden. Empfehlenswert sind entspannte Wald- oder Landschaftsbilder, da sie nachweislich für Wohlbefinden und gute Gedanken sorgen. Auch Fotos von Familienmitgliedern, Freunden oder schönen Begebenheiten sorgen für Abwechslung und helfen vielleicht auch ein wenig gegen die Einsamkeit. Die Zimmerpflanzen wurden bereits erwähnt und können je nach Vorlieben mit einigen Dekoartikel wie Kerzen, Figuren oder einem Kalender mit witzigen Sprüchen ergänzt werden.

Wichtig ist auch beim Umfeld das persönliche Wohlfühlen.

5. Die Pausen nicht vergessen!

Natürlich ist es ein Vorteil, dass beim Home-Office die Arbeitszeiten frei eingeteilt werden können. Aber zu Hause wie auch im Büro gilt: Pausen sind wichtig! Gerade bei sitzenden Tätigkeiten sollten Pausen für auflockernde Gymnastik- und Dehnübungen genutzt werden, um die Muskeln zu entspannen und die Durchblutung anzuregen. Das fördert den Kreislauf und erhöht die Konzentration. Auch das Essen und Trinken sollte nicht vergessen werden – ein leerer Magen arbeitet nicht gern. Es klingt immer nach einer Milchmädchenrechnung, aber wer regelmäßig effektive Pausen macht, der schafft mehr als jemand, der ohne Pause durcharbeitet.

Allerdings ist es wichtig, dass in der Pause auch wirklich Pause gemacht wird: E-Mails zu checken, fernzusehen oder die Nachrichten auf dem Handy zu lesen sind Tätigkeiten, die nicht in eine Pause gehören. Der Kopf wird auf diese Weise genauso beansprucht wie beim Arbeiten. Dagegen haben die Gedanken beim ruhigen Tee- oder Kaffeetrinken mit Blick aus dem Fenster die Möglichkeit, sich neu zu sortieren.

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Die Vor- und Nachteile vom Home-Office

Neben den vielen Vorteilen des Home-Office gibt es auch einige Schattenseiten, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Die Nachteile

Äußere Einflüsse

Da gibt es zunächst die Faktoren, die wir nicht beeinflussen können: Eine Baustelle oder laute Nachbarn können beim Home-Office auf die Nerven schlagen, ebenso wie der ständig klingelnde Postbote, der um die Annahme diverser Pakete aus der Nachbarschaft bittet. Hier können nur ein paar gute Kopfhörer oder Ohropax Abhilfe schaffen.

Ohne Selbstdisziplin geht es nicht

Auch erfordert Home-Office ein gewisses Maß an Eigenkontrolle: Schließlich schaut niemand nach unseren Arbeitszeiten, und das kann schon beim morgendlichen Aufstehen verhängnisvoll sein. Da ist es empfehlenswert, sich selbst eigene Uhrzeiten zu setzen, an denen man beginnen und aufhören möchte. Auch das Stellen von Tageszielen ist wichtig – das Gefühl, etwas erreicht zu haben, könnte sonst verloren gehen und für Unzufriedenheit sorgen.

Home-Office macht einsam

Dauerhaft ist auch das ständige Alleinsein ein Nachteil von Home-Office, die nicht nur beim Arbeiten selbst, sondern auch in den Pausen und beim Essen ein ständiger Begleiter ist. Telefonieren oder die Pflege von Freundschaften und Nachbarschaftsbekanntschaften etwa durch Kaffeepausen am Gartenzaun können da helfen, aber langfristig die Kollegen nicht ersetzen.

Wer als Selbstständiger oder Freiberufler permanent im Home-Office arbeitet, sollte sich daher um Anschluss in gleichgesinnten Communities bemühen. Das können zum Beispiel Schreibcafés sein oder ähnliche Einrichtungen sein, die man regelmäßig besucht.

Der ständige Haushalt

Auch ist das Arbeiten in den eigenen vier Wänden schwierig, wenn sich im Bad die Schmutzwäsche türmt oder die Küche einem Schlachtfeld gleicht: Wer ernsthaft Home-Office betreiben möchte, muss an solchen Szenen vorbeigehen können, denn mit dem Aufräumen und Säubern der Wohnung kann schnell ein ganzer Vormittag ins Land gehen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass sämtliche Hausarbeit brachliegen soll, weil man im Home-Office arbeitet. Hier kommen die bereits erwähnten, selbst gesetzten Arbeitszeiten wieder ins Spiel: Genau wie im Büro kann um 16 Uhr Schluss sein mit der Heimarbeit, so dass noch genügend Zeit für den Haushalt bleibt.

Die Vorteile

Wer sich diese Gefahren im Vorfeld aber bewusst macht, kann damit umgehen und die vielen Vorteile genießen, die das Arbeiten von zu Hause aus mit sich bringt.

Arbeiten zur eigenen Hochleistungs-Tageszeit

So ist es möglich, die Arbeitszeiten dem eigenen Biorhythmus anzupassen: Das frühe Aufstehen genießt in Deutschland zwar hohes Ansehen, tatsächlich gibt es aber auch einen großen Teil Menschen, die nachweislich vor 9 Uhr absolut unproduktiv sind, dagegen aber in den Nachmittags- und Abendstunden zu Hochtouren auflaufen. Im Home-Office können die Arbeitszeiten so gesetzt werden, wie es dem persönlichen Wohlbefinden entspricht, was sich positiv auf die Qualität der Arbeit auswirkt.

Arbeit und Familie

Auch bietet das Home-Office für Menschen, die körperlich eingeschränkt sind oder durch vorübergehende Behinderungen wie ein gebrochenes Bein Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsweg zurückzulegen, gute Möglichkeiten, ihrer Tätigkeit (weiterhin) nachzugehen.

Mütter mit kranken Kindern können im Home-Office leichte Büroarbeiten erledigen, während die Kinder schlafen. Wenn nur ein halber Kitaplatz in Anspruch genommen werden kann, bietet Home-Office für die Eltern ebenfalls die Chance, effektiver zu arbeiten, da die Anfahrtszeiten entfallen.

Und auch, wer alte oder kranke Familienangehörige zu pflegen hat, für den ist Home-Office eine gute Möglichkeit, Arbeit und Betreuung miteinander zu vereinbaren.

Arbeiten und Wohlfühlen

Und schließlich sind die Freiheiten bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Pauseneinteilung nicht zu unterschätzen: Wer sich seinen Schreibtisch samt Computer, Bilder und Deko so einrichtet, dass er sich rundherum wohl fühlt, kann beim Arbeiten mehr Kreativität und Leistung bringen als jemand, der gezwungen ist, auf einem billigen Stuhl in einem lieblos gestalteten Großraumbüro sitzen und bei jeder Kaffeepause dem scharfäugigen Schreibtischnachbarn Rechenschaft ablegen zu müssen. Und natürlich ist das generelle Fehlen unsympathischer oder auch erzählfreudiger Kollegen ein großer Vorteil im Home-Office.

Fazit für das Home-Office

Home-Office ist eine gute Möglichkeit, schwierige Phasen im Leben zu überbrücken oder dem Alltag im Büro zeitweilig zu entfliehen. Eine längerfristige Arbeit von zu Hause aus ist jedoch mit einigen Risiken verbunden, die man im Vorfeld abwägen und nach Möglichkeit eingrenzen sollte.


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